halme

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Vor ungefähr 15 Jahren begann Achim Stiermann damit, Trinkhalme ineinander zu stecken. Fasziniert von ihrem gestalterische Potential, entwickelte er die Technik kontinuierlich weiter.

Aus der Physik der Plastikrohre ergeben sich viele Möglichkeiten für den Bau dreidimensionaler Objekte: Die Halme sind ziemlich leicht und erscheinen fragil. Dennoch weisen sie eine hohe Stabilität auf, die materialbedingt auch ihre Grenzen hat. Je nach Konstruktionsprinzip behalten die Halmobjekte auch ihre durch den Knickteil vorgegebene Flexibilität.

Um sie ineinander zu stecken, werden die Halme der Länge nach eingeschlitzt. An den flexiblen Knickstellen werden zusätzlich kleine Löcher in die Halme eingeschnitten.

Um die Halme fest miteinander zu verbinden, hat sich Kleben als nicht praxistauglich erwiesen. Das Verbindungsproblem konnte gelöst werden, indem sie mit einer heißen Nadel durchstochen und so dauerhaft miteinander verschmolzen werden.

Da diese Trinkhalmstecktechnik eine technische Neuerung beim Halmbau darstellt, meldete Achim Stiermann sie 2012 als Gebrauchsmuster an.
>>> dpma.de

Achim Stiermann setzt die Technik bei einer Vielzahl seiner Kunstobjekte ein. Dabei verwendet er hauptsächlich Knicktrinkhalme mit 5mm Durchmesser (teilweise 6mm mit extra langem flexiblen Teil, z.B. “Raumanzug“). Neben statischen Objekten fertigte er auch kinetische Apparaturen, bei denen Zahnräder und Förderbänder aus Halmen konstruiert sind.

Die Technik lässt sich genreunabhängig auch auf anderen gestalterischen Feldern wie Design oder Mode einsetzen. Auch Lösungen für technische Anwendungen, etwa in der Mechanik oder Robotik, sind möglich.

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